5G Insektenstudie „nicht nach den üblichen Sorgfaltskriterien“ – sagt der Autor selbst

Vor einigen Tagen ließ die Präsentation einer „Meta-Studie“ zum Thema Insektensterben aufhorchen. In der betreffenden Pressemeldung des Auftraggebers liest man, dass insgesamt 190 Studien nahe legen würden, dass „Mobilfunkstrahlung“ für das Insektensterben verantwortlich sei.

Studien-Autor widerspricht selbst: „keine State-of-the-art Analyse“

Liest man die Studie ist schnell klar, dass der Auftraggeber selbst die Studie nicht gelesen, oder die Bedeutung nicht verstanden hat. Denn tatsächlich wurden nur 55 der 190 Studien zur Bewertung des Mobilfunks herangezogen.

Allerdings ist auch das nicht aussagekräftig denn es waren, so der Autor, die „für eine Metaanalyse statistischen Angaben nur bei einer Handvoll Studien vorhanden.“ Es könne, so der Autor weiter „somit keine State-of-the-art Analyse mit Betrachtung der Publikationsverzerrung gemacht werden.“

Studien-Autor: „Nur Schätzungen, keine Sorgfalt, keine genauen Angaben, keine Replikation“

Weiters merkt der Autor an, dass, Zitat, „die Schätzwerte der Toxizität, wie der Name ausdrückt,

keine exakten und definitiven Befunde sind, da sie auf Studien beruhen, die in der Mehrheit nicht nach den üblichen Sorgfaltskriterien durchgeführt wurden und in den meisten Fällen auch nicht repliziert worden sind. Zusätzlich basieren sie nur auf einer 4-Punkte-Skala, die keine genaue Angaben erlaubt“, Zitat Ende.

Nach diesen Einsichten des Autors der „Studie“ hätte er sich die Arbeit tatsächlich sparen können, denn in der Zwischenzeit ist nicht nur bekannt, dass Funk mit dem Insektensterben nichts zu tun hat, sondern auch, welche Ursachen von der seriösen Wissenschaft tatsächlich dafür verantwortlich gemacht werden.

„Ahnungslose“ Studien – schwerwiegende Mängel

Dies ist auch nicht verwunderlich, da bei genauerer Betrachtung der einzelnen Papiere tatsächlich schwere Mängel festgestellt werden. So findet sich etwa eine „Studie“, die einfach rund um eine Mobilfunkstation Versuche beschreibt, ohne Kenntnis darüber, ob die Station überhaupt und – wenn ja – in welchem Leistungsmodus im Versuchszeitraum sendete. Das macht natürlich die Studie völlig wertlos.

Die Crux mit der Wellenlänge

Für Verwirrung sorgen auch andere Passagen des Papiers: Etwa wird behauptet, dass die „Wellenlänge von 5G“ der „Körperlänge von Insekten“ sehr nahe käme.

Das ist insofern bemerkenswert, als dass die Wellenlängen der vor einigen Tagen neu versteigerten  Frequenzbänder bis zu 40cm betragen.

 

Rückfragehinweis:

Gregor Wagner

Pressesprecher
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