Veranstaltung „Wie gefährlich ist 5G?“ ist pure Desinformation

Am 5.11. findet  in Lauterach eine „Infoveranstaltung“ statt, die nicht anders als „Desinformationsveranstaltung“ genannt werden kann.

Schon im Ankündigungsflyer wird die Frage, also der Titel der Veranstaltung, „Wie gefährlich ist 5G?“ alles andere als objektiv beantwortet. Durch die Vermischung von Halb- und Nichtwissen werden Pseudozusammenhänge suggeriert, die es nicht gibt.

 

Dabei zeigen auch die „5 Fakten“, dass sowohl Referenten als auch Veranstalter scheinbar ahnungslos sind, auch wenn sie das Gegenteil behaupten:

 

„Fakt“: Empfohlene Grenzwerte schützten nur vor „Hitze“, nicht vor „biologischer Wirkung und Strahlung“

 

Das ist falsch! Die in Österreich zwingend anzuwendenden Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation entsprechen dem Fünfzigstel der so genannten biologischen Wirkschwelle, ab dem eine – übrigens völlig ungefährliche –  Temperaturerhöhung um 1 Grad gemessen werden kann. Mit dem Faktor 50 wird sichergestellt, dass auch alle anderen möglichen Effekte ausgeschlossen werden.

 

„Fakt“: Nahe Mobilfunkstationen seien Krebsfälle häufiger, dies „belegten“ sogar Studien

 

Das ist falsch! Wäre das richtig, gäbe es zB in Wien seit Jahren einen deutlichen Anstieg der Neuerkrankungen. Die objektiven Zahlen der Statistik Austria sagen aber das Gegenteil. Deshalb gibt es auch keine ernst zu nehmenden Studien, die das „belegen“.

 

„Fakt“: „Massive“ Zunahme von Antennen, „Strahlenbelastung“, Störungen der Zellmembran

 

Das ist falsch! In Österreich gibt es etwa 18.000 Mobilfunkstandorte. Diese Anzahl wird sich auch in Zukunft kaum ändern, da lediglich auf 5G umgerüstet wird. Auch wird es nicht zu einer „massiven“ Zunahme der Immissionen kommen – dies belegen inzwischen internationale Messungen.

 

„Fakt“: 180 Wissenschaftler forderten einen Ausbaustopp der „5G-Technologie“, weil die „Gesundheitsrisiken“ nicht geklärt seien

 

Das ist falsch! Ganz abgesehen davon, dass 5G keine neue Technologie, sondern einfach ein neues Übertragungsprotokoll ist – die „Technologie“ ist und bleibt „Funk“, eine Technologie, die inzwischen seit über 100 Jahren verwendet wird – sind bis heute rund 28.000 Studien zum Thema erschienen. In keiner einzigen (!) konnte ein kausaler Zusammenhang zwischen Funkwellen und einer Gesundheitsgefährdung gefunden werden.

 

„Fakt“: 5G sei nicht notwendig, weil die vorhandenen Netze reichen würden, außerdem sei der lückenlosen Überwachung Tür und Tor geöffnet.

 

Das ist falsch! Der durch private und kommerzielle Nutzer entstehende Datenverbrauch steigt jährlich um bis zu 100%. Die heutigen Netze werden ihre Kapazität bald erreicht haben, deshalb muss auf ein effizienteres und leistungsfähigeres Protkoll (eben 5G) umgerüstet werden. Das Abhören und Überwachen von Einzelanschlüssen wird sogar noch schwieriger, weil 5G das Protokoll mit der höchsten Verschlüsselung ist.

 

Was aber wirklich Fakt ist:

 

5G hat, so wie jede andere Funkanwendung, keine Auswirkung auf unsere Gesundheit.

Lediglich die Angst, die in Veranstaltungen wie in Lauterach geschürt wird, kann das allgemeine Wohlbefinden tatsächlich negativ beeinflussen, was übrigens auch die WHO in ihrem Factsheet 296 erkennt: https://www.who.int/peh-emf/publications/facts/fs296/en/

Was der Petutschnig Hons aus Schlatzing dazu sagt:

https://www.ots.at/redirect/playlist1

 

Gregor Wagner

Pressesprecher
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