JAHRES-PK: Mobilfunknetzbetreiber starten mit soliden Kennzahlen ins 5G-Zeitalter

 LIVE-MITSCHNITT DER PK

- Markt- und Verkehrsdaten

 

  • Anzahl aktiver SIM-Karten auf 17,2 Mio. angestiegen
  • Gesprächsminuten: Österreich telefoniert Dank EU-Roaming wieder mehr
  • Über 1,6 Milliarden GB mobil übertragen
  • Gesamtumsatz mit 11,4% und EBITDA mit 7,2% deutlich im Plus

 

- TK-Infrastruktur in Österreich

               

  • Internetgestützte Assisstenten schon in rund 30% aller Haushalte von unter 30-Jährigen
  • Heim-Internet ist zu zwei Drittel mobil
  • Online-Banking mit Smartphone am Vormarsch
  • Noch immer Zuwächse bei der Nutzung von offline-Funktionen
  • Mehr als 8 von 10 Österreichern können sich ein Leben ohne Mobilfunk nicht mehr vorstellen

 

- 5G in Österreich

 

  • BIP-Beitrag: EUR 4 Mrd. jährlich
  • Rund 35.000 zusätzliche Beschäftigte bis 2030
  • Attraktivierung ländlicher Gebiete als Wohnort
  • Vorreiter-Position erfordert schnellen 5G-Rollout

 

- 5G Faktencheck

 

  • Wissenschaftliche Kenntnislage bleibt gleich – keine neue Forschung notwendig
  • Sendeleistungen bleiben niedrig – Grenzwerte werden nicht mal annähernd erreicht
  • 5G bringt kaum neue Sendemasten – vorhandene Struktur wird um- und ausgebaut

 

Anlässlich der Jahres-Pressekonferenz am 14.5.2019 präsentierten Matthias Baldermann, Präsident des FMK und CTO von von Hutchison Drei, Lothar Roitner, Vizepräsident des FMK und Geschäftsführer des FEEI und Margit Kropik, Geschäftsführerin des FMK, die Markt- und Verkehrsdaten der österreichischen Mobilfunkindustrie, die Erhebung der TK-Infrastruktur in österreichischen Haushalten und Fakten zum Leitthema 5G.

 

Verkehrs- und Marktdaten der österreichischen Mobilfunkindustrie 2018

 

Deutlich mehr aktive SIM-Karten im Umlauf

Zum Stichtag 31.12.2018 befanden sich in Österreich exakt 17.198.945 aktive SIM-Karten im Umlauf. Das bedeutet, dass sich die Zahl der SIM-Karten gegenüber dem Vorjahr um fast 3 Millionen Stück gesteigert hat. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung sind vor allem M2M-Anwendungen. Dieser Trend ist seit 2017 zu beobachten, in den Jahren hatte sich die Anzahl der SIM-Karten bei etwa 13,5 Mio. eingependelt.

 

EU-Roaming bringt deutlichen Zuwachs bei den Gesprächsminuten auf 22,3 Mrd. Minuten

Während in den Jahren 2014 bis inklusive 2017 gesamt rund 21,5 Mrd. Minuten mobil in Österreich telefoniert wurde, wird 2018 ein Zuwachs auf 22,3 Mrd. Minuten verzeichnet. Das ist wieder fast so viel wie vor fünf Jahren und dem Umstand zu verdanken, dass nun auch im EU-Ausland mehr telefoniert wird.

 

Alle Jahre wieder: Daten-Rekord mit einem Plus von rund 60%

Seit der Einführung mobiler Breitbandtechnologien und zuletzt mit LTE wuchs das über Mobilfunknetze übertragene Datenvolumen jährlich signifikant. 2018 konnte eine Steigerung von rund 60% auf nun 1.614,8 Mio.  mobil übertragener GB gemessen werden.

 

Datenvolumen in Europa dank EU-Roaming so hoch wie gesamt 2011

Das auf Reisen im EU-Ausland von österreichischen Mobilfunkanschlüssen übertragene Volumen entsprach 2018 mit immerhin 49,7 Mio. GB etwa dem Gesamtvolumen, das 2011 noch alleine in Österreich übertragen wurde. 

 

Erfreuliche Entwicklung: Umsatz plus 11,4% , EBITDA plus 7,2%

2018 zog der Gesamtumsatz signifikant an: EUR 4,59 Mrd. Gesamtumsatz bedeuten ein Plus von 11,4 % gegenüber dem Vorjahr, das Gesamt-EBITDA von EUR 1,63 Mrd. hat sich mit plus 7,2 % entwickelt.

 

Telekommunikationsinfrastruktur in österreichs Haushalten

In drei Vierteln aller österreichischen Haushalte wird mit einem Smartphone telefoniert. Über 60% nutzen Mobilfunk als Ersatz für Festnetz-Internet. Persönliche, internetgestützte Assisstenten finden sich gesamt in 11% aller Haushalte, jedoch in 30% aller Haushalte, die von unter 30-jährigen bewohnt werden.

 

Smartphones sind zum Alltagswerkzeug geworden – eGovernment und mobile Banking auf dem Vormarsch

Die vom FMK beauftragte MAKAM-Umfrage ergab ein klares Bild: SMS (79%), Fotografieren (75%), Whatsapp (69%), die Weckerfunktion (65%), die Nutzung des Organizers mit Mails und Kalender (58%) sowie das Navigieren (52%) stehen an oberster Stelle bei der Verwendung von Smartphones, abgesehen vom Telefonieren selbst. Anwendungen wie Mobile Banking (34%), Mobile Payment (14%) und eGovernment (11%) befinden sich seit dem letzten Jahr auf dem Vormarsch, nur noch ein Nutzer von 10 verwendet Smartphones ausschließlich zum Telefonieren.

84% aller Österreicher können sich ein Leben ohne Mobiltelefon nicht mehr vorstellen, 63% möchten das Handy auch zu Hause auf keinen Fall ausschalten, immerhin können sich aber 60% vorstellen, auf das Handy zumindest zeitweise bei Freizeitaktivitäten zu verzichten. Interessantes Detail dabei: Die Zustimmung, das Handy in der Freizeit abzuschalten, ist bei unter 50-jährigen sogar tendenziell höher.

 

5G in Österreich bringt Investitionen für neue Eco-Systeme und 1% BIP-Plus

Verbesserungen in allen Dimensionen verspricht das neue 5G-Netz in Österreich. Denn sowohl die Latenz, als auch Datengeschwindigkeit und die generelle Verfügbarkeit wird sich mit 5G in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Für den Wirtschaftsstandort Österreich bedeutet das insbesondere neue Möglichkeiten und Anreize für F&E, Start-ups und Ecosysteme. Die Chancen für Österreich als 5G-Vorreiter in der EU sind insbesondere ein BIP-Beitrag von rund einem Prozentpunkt sowie die Attraktivierung ländlicher Gebiete als Wohn- und Arbeitsort durch die Ansiedlung von Betrieben in heute noch infrastrukturell benachteiligten Regionen.

 

Negativ-Gerüchte bestehen den FMK-Fakten-Check nicht

Rund um die Einführung der 5G-Netze ranken sich Gerüchte zum neuen 5G-Übertragungsprotokoll, von denen nicht ein einziges den einfachsten Fakten-Check bestehen:

 

5G ist ein neues Übertragungsprotokoll, das Medium „Funk“ bleibt gleich

Die wissenschaftliche Kenntnislage hat sich daher nicht verändert, es muss nichts neu erforscht werden. Die 5G-Frequenzbereiche sind Nachbarbereiche der bisherigen Technologien oder werden bereits heute für Funkübertragung genutzt.

 

5G-Immissionen bleiben niedrig

Die Mobilfunkimmissionen bleiben weiterhin weit unter den Personenschutzgrenzwerten. Bisher beträgt der höchste gemessene Wert magere 0,5% (!) des Grenzwertes (Messreihe 2017, an öffentlichen Plätzen).

 

5G bedeutet nicht signifikant mehr Sendemasten im Land

Bestehende Anlagen werden um- oder ausgebaut, für die Netzverdichtung kommen mittelfristig Small-Cells zum Einsatz, die nicht größer als Public-WLAN-Boxen sind.

5G setzt das Minimierungsprinzip (ALARA) noch besser um

Die automatische Leistungsregulierung setzt selbstverständlich auch bei 5G an. Mit der höheren Effizienz wird die Gesamtimmission pro Dateneinheit sogar deutlich sinken.

 

Rückfragen:

Gregor Wagner

Pressesprecher
Forum Mobilkommunikation – FMK
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