FMK-Diskussion: 5G – das Herz der industriellen Revolution des 21. Jahrhunderts

Am 12.3.19 fand am Donauturm die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion „5G – das Herz der industriellen Revolution des 21. Jahrhunderts“ statt.

Die Aufzeichnung der gesamten, (leicht gekürzten) Diskussion ist unter https://www.youtube.com/watch?v=OGGyiZq2mu4 abrufbar (VIDEO)

 

5G-Anwendungen sind dann sinnvoll, wenn sie auch Werte stiften

Nach dem Impulsreferat von Roland Sommer, Geschäftsführer der Industrie 4.0, diskutierten unter der Leitung von Marvin Wolf Mario Paier, Head of Strategy Hutchison Drei Austria GmbH, Marcus Grausam, CEO A1 Telekom Austria AG und Rüdiger Köster, CTO T-Mobile Austria darüber, wohin die neuen Technologien Österreichs Wirtschaft treiben.

Eingangs sprach Roland Sommer über konkrete Anwendungsbeispiele, wie beispielsweise in der Industrie, die mit Sensorik, Bilderkennung und Steuerung zunehmend immer mehr Daten, etwa für die Qualitätssicherung, produzieren.

5G biete hier die Möglichkeit einer mobilen Vernetzung, die praktisch keine Grenzen hätte, wie in der darauffolgenden Diskussion festgemacht wurde. Die zentrale Herausforderung läge darin, Use-Cases auf den Boden zu bringen, die von den Anwendern auf breiter Basis akzeptiert werden.

Es gelte die Prämisse „Sinn machen und Wert stiften“. Beispiele seien heute schon remote gesteuerte Real-Time-Operationen oder, um einen ganz anderen Bereich zu nennen, optimierte Wegediagramme in der Landwirtschaft.

 

Größter Entwicklungstreiber ist das Internet der Dinge, Smart-Homes und Edge-Computing

Einigkeit herrschte darüber, dass auch schon die heutigen 4G-Netze in Österreich top performen. Sie kämen aber durch den ständig wachsenden Datenverkehr langsam an ihre Grenzen. Netzbetreiber hätten deshalb die Verpflichtung, schon heute für die Kapazitäten von morgen zu sorgen.

5G sei jedoch für Anwendungen, die auf Smartphones laufen, nicht unbedingt notwendig. Es sei mit seiner viel höheren Bandbreite und den viel kürzeren Latenzzeiten vielmehr die Basis für das Internet der Dinge (“IoT“ = Internet of Things) und das Internet von "eigentlich allem" („IoX“, also Anwendungen, die teilweise noch gar nicht entwickelt sind).  Auch sei der stark steigende Datenbedarf von privaten "smarten" Haushalten, die über so genannte Web-Cubes ins Internet eingebunden sind, ein Entwicklungstreiber.

Ein weiterer, wichtiger Treiber sie Edge-Computing, also die dezentrale Datenverarbeitung, die – im Gegensatz zum Cloudcomputing – für einwandfreie Funktion, die physikalisch kürzest mögliche Latenzzeit benötigt, die erst mit dem 5G-Standard erreicht werde.

 

Größte gesellschaftliche Herausforderung ist die Schaffung von adäquaten Regularien

Im Fokus der Diskussion standen auch die Herausforderungen, die auf die Gesellschaft zukommen werden. So stehe etwa die Politik und der Gesetzgeber vor dem Problem, vielfach hinter den Entwicklungen herzuhinken, da eine Vorab-Regulierung natürlich nicht möglich sei. Man sähe erst nach der Einführung von neuen Anwendungen, was sich durchsetze und was dann auch entsprechend reguliert werden müsse. Als leicht verständliches Beispiel wurden vorgegebene Wartungsintervalle von Fahrstühlen genannt. IoT mache es künftig möglich, dass ein Lift selbst meldet, wann eine Wartung notwendig ist, was einerseits zu Kosteneinsparungen und andererseits zu einer höheren Betriebssicherheit durch zeitnahes, bedarfsgerechtes Eingreifen führe. Derartige neue, individuelle Möglichkeiten müssten sich auch in adaptierten Regulierungen wiederfinden.

Die Aufzeichnung der gesamten, (leicht gekürzten) Diskussion ist unter https://www.youtube.com/watch?v=OGGyiZq2mu4 abrufbar.

Das Impulsreferat von Roland Sommer ist auch unter  https://youtu.be/YgN_nNB72fc abrufbar.

 

Rückfragehinweis:

Gregor Wagner

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