Arbeitnehmerschutz

Das internationale Grenzwertsystem für den Personenschutz gegenüber elektromagnetischen Feldern unterscheidet zwischen Allgemeinbevölkerung und sogenannten beruflich exponierten Personen. Die Allgemeinbevölkerung umfasst auch besonders schützenswerte Personengruppen wie Kinder, Schwangere oder Kranke. Für berufliche Exposition wird davon ausgegangen, dass sich die Person im erwerbstätigen Alter befindet und gesund ist. Darüber hinaus muss der Erwerbstätige über die Gefahren am Arbeitsplatz unterwiesen sein. Aus diesem Grund liegen Grenzwerte für berufliche Exposition höher als Grenzwerte für die Allgemeinbevölkerung.

Wer sind beruflich exponierte Personen?

Das sind „Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit an Arbeitsplätzen EMF exponiert werden. Für beruflich exponierte Personen sind im Regelfall die Grenzwerte der beruflichen Exposition anzuwenden.“
(ÖVE/ÖNORM E 8850, Punkt 3.1.2)

Rechtliche Grundlagen

  •  RICHTLINIE 2013/35/EU DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

  • Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (elektromagnetische Felder) (26. Juni 201)

  • Arbeitnehmerschutzgesetz § 66: Sonstige Einwirkungen und Belastungen [...] gilt auch für andere physikalische Einwirkungen

  • Telekommunikationsgesetz: § 73 (2) [...] der Schutz des Lebens und der Gesundheit von Menschen [...] muss gewährleistet sein.

  • ÖVE/ÖNORM E 8850: Elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder im Frequenzbereich von 0 Hz bis 300 GHz – Beschränkung der Exposition von Personen

Herleitung der Grenzwerte für berufliche Exposition

Generalisierte Sicherheitsabstände für berufliche Exposition in der Nähe von Mobilfunk-Sendeantennen

Sektorantennen:      

                                                                                                           

Rundesendeantennen (links) und Richtfunkantenne (rechts oben) und Inhouse Antenne (rechts unten):

Aufenthaltsdauer für berufliche Exposition in der Nähe von Sendeantennen

Grün markiert ist der zulässige Bereich für einen dauerhaften Aufenthalt (= länger als 6 Minuten) möglich.

Innerhalb des roten Bereichs ist ein kurzfristiger Aufenthalt -  beispielsweise für das Vorbeiklettern an der Antenne oder das Durchgehen durch den Bereich – möglich.

Bei Arbeiten innerhalb des Sicherheitsabstandsbereichs, die länger als 6 Minuten dauern, ist der Betreiber der Sendeanlage zu kontaktieren und gemeinsam geeignete Maßnahmen zu vereinbaren.

Kontakte der österreichischen Mobilfunkbetreiber

Bei Arbeiten in der Nähe von Sendeanlagen wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Betreiber.

A1: 050 664-0

T-Mobile: (0800) 676 900

Drei: 05 0660 8888, nach abgehoben: 121