Allgemeines zu Immissionsmessungen

Die Messung von Funkanwendungen wie GSM oder UMTS ist sehr komplex. Mit der Einführung von LTE sind auch noch komplexere Messgeräte und Messverfahren  notwendig, um Fehlmessungen bzw. Fehlinterpretationen der Messergebnisse zu vermeiden. Es bedarf - neben der Normierung, um Messergebnisse auch vergleichbar zu machen - aufwändigen Messequipments und der entsprechenden Befähigung und Erfahrung, Messungen durchzuführen und die Messwerte auch richtig zu interpretieren.

Die Durchführung von Messungen regelt die ÖNORM EN50492 (Grundnorm für die Messung der elektromagnetischen Feldstärke am Aufstell- und Betriebsort von Basisstationen in Bezug auf die Sicherheit von in ihrer Nähe befindlichen Personen). Weiterführende Regelwerke sind ÖNORM EN 50413 (Grundnorm zu Mess- und Berechnungsverfahren der Exposition von Personen in elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern (0 Hz bis 300 GHz)) sowie die ÖNORM EN 50400 (Grundnorm zum Nachweis der Übereinstimmung von stationären Einrichtungen für Funkübertragungen (110 MHz bis 40 GHz), die zur Verwendung in schnurlosen Telekommunikationsnetzen vorgesehen sind, bei ihrer Inbetriebnahme mit den Basisgrenzwerten oder den Referenzwerten bezüglich der Exposition der Allgemeinbevölkerung gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern) sowie EN50401 (Produktnorm zu EN50400).

Vorsicht ist in jedem Fall geboten, wenn – meist nicht normgerechte - Messungen zum Zweck des Verkaufs von "Abschirmmaßnahmen" durchgeführt werden. In den meisten Fällen werden dubiose Grenzwertsysteme zur Untermauerung herangezogen. Auch sind die Messinstrumente minderwertig oder für das Messen von hochfrequenten, elektromagnetischen Feldern ungeeignet. Leider werden solche Praktiken vereinzelt auch bei sogenannten „Baubiologen“ beobachtet.

Zu unterscheiden ist grob weitere zwischen breitbandigen und frequenzselektiven Messungen. Breitbandige Messungen geben nur einen Überblick über die gesamten Immissionen (also z.B. Radio, Fernsehen, Mobilfunk, etc.) in einem Ergebniswert mit beschränkter Aussagekraft. Zur Bestimmung der Immissionen eines einzelnen Funkdienstes (z.B. GSM) ist es notwendig, eine aufwändigere frequenzselektive Messung durchzuführen. Um valide und vergleichbare  Messergebnisse zu erhalten, die mit den in Österreich geltenden Grenzwerten vergleichbar sind, ist es notwendig, sich an ein akkreditiertes Institut zu wenden, welches auch über das entsprechende Know-how und Equipment für die Messungen von Funkimmissionen verfügt. Natürlich führen auch Österreichs Mobilfunkbetreiber Messungen nach den anerkannten, oben beschriebenen Standards durch.

Wer Wert auf eine unabhängige Messung legt, kann sich an diese Messinstitute wenden:

TÜV Österreich

Tel.: +43 (1) 61091-0

Web: http://www.tuev.or.at

Mail: office@tuev.or.at

Seibersdorf Labor GmbH

Tel.: +43 (0) 50 550 2810 |

Fax +43 (0) 50 550 2881

http://www.seibersdorf-laboratories.at 

Mail: gernot.schmid@seibersdorf-laboratories.at

TGM - Versuchsanstalt für Elektrotechnik und Elektronik

Tel.:+43(1) 33126/434

Fax:+43(1) 33126/632

Web: http://www.tgm.ac.at/index.php?id=290

Mail: vaee@tgm.ac.at