Allgemeines zu Grenzwerten

Die Technologie "Funk" - also das Übertragen von Sprache oder Daten mittels  elektromagnetischen Hochfrequenzfeldern (EMF), die von einem Sender produziert und von einer Antenne ausgestrahlt werden - wird seit über 100 Jahren angewandt. Im Prinzip haben sich sowohl Sender als auch die Antennen von der Konstruktion her nicht mehr verändert. Lediglich aufgrund der Miniaturisierung einerseits und der Verbesserung der Schaltkreise im Laufe der Zeit andererseits, können heute Sender und Antennen gebaut werden, die vor 100 Jahren um ein Vielfaches größer waren. Dies kann mit der Weiterentwicklung von Computern verglichen werden.

Deshalb gehören Funkwellen zu den besterforschten Technologien. Von Beginn an wurde auch nach möglichen Risiken für die Gesundheit von Menschen geforscht. Die Sachlage ist im Prinzip sehr einfach. Stellt man sich die Frage, ob EMF gefährlich sein kann, fällt die Antwort ähnlich aus wie bei den meisten anderen Umwelteinflüssen: Es kommt auf die Intensität an. Die Frage lautet also:

Ist die Aussendung von EMF für Funkanwendungen wie beispielsweise Radio, TV, Behördenfunk oder Mobilfunk gefährlich?

Klare Antwort: NEIN! Funkanwendungen, wie wir sie für die Übermittlung von Sprache oder kennen, sind nicht gefährlich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befasst sich laufend mit allen Fragen, welche die Gesundheit der Menschen weltweit betrifft, also auch mit der Frage, ob EMF ein gesundheitliches Risiko darstellt. Diese Frage hat angesichts der steigenden Verbreitung der Mobiltelefonie hohe Relevanz. Auch für die Betreiber ist es zwingend notwendig sicherzustellen, dass die angebotenen Dienstleistung ihre Nutzer nicht gefährdet.

Wie schon oben erwähnt, macht die Intensität den Unterschied. Deshalb vertritt die WHO Grenzwerte, die in Watt pro Quadratmeter (Leistungsflussdichte) ausgedrückt und nicht überschritten werden dürfen. Diese Grenzwerte wurden unter Berücksichtigung der gesamten wissenschaftlichen Literatur, sowohl zu thermischen wie auch nichtthermischen Effekten, seitens der ICNIRP entwickelt.

Diese Grenzwerte sind von der Sendefrequenz abhängig, es gilt:

  • Für Frequenzen (etwa Radio) bis 100 Megahertz: 2 W/m²

  • Für Frequenzen (etwa Fernsehen, Mobilfunk) bei ca 800 Megahertz: 4 W/m²

  • Für Frequenzen (etwa Mobilfunk) bei ca 900 Megahertz: 4,5 W/m²

  • Für Frequenzen (etwa Mobilfunk) bei ca 1.800 Megahertz: 9 W/m²

  • Für Frequenzen (etwa Mobilfunk) 2.000 Megahertz und darüber: 10 W/m²