150.000 Smartphones für 10-12 Jährige unterm Weihnachtsbaum

Smartphone unterm Weihnachtsbaum – rund 150.000 „Digital Natives“ steigen 2016 in die digitale Welt ein

Eine vom FMK beauftragte Studie ergab, dass rund zwei Drittel aller Eltern meinen, dass Kinder ab einem Alter zwischen 10 und 12 Jahren ihr erstes Mobiltelefon besitzen sollten. Das bedeutet, dass in diesem Jahr rund 150.000 Kinder und Jugendliche, „Digital Natives“,  in die digitale Mobilfunk-Welt einsteigen. Viele neue Endgeräte, die meisten davon Smartphones, werden unter dem Weihnachtsbaum liegen.

Jugendliche werden mit Smartphone & Co von Österreichs LehrerInnen allein gelassen

Allerdings, so ergab eine weitere Umfrage des FMK,  werden alleine 40%  aller SchülerInnen von den Schulen mit dem neuen Medium  allein gelassen. Nur 6% der rund 600 befragten LehrerInnen gaben an, Handy, Smartphone und Tablet regelmäßig in den Unterricht miteinzubeziehen. 42% aller LehrerInnen fordern überhaupt ein generelles Handyverbot an Schulen. Damit ist eine breite Masse der LehrerInnen offensichtlich nicht bereit, Smartphones und Tablets als Alltagsgegenstand für Kommunikation und Informationsbeschaffung zu akzeptieren.

Smartphone-Verbot an Schulen kontraproduktiv

Als Gründe für ein Mobilfunk-Verbot werden die Ablenkung vom Unterricht, das Cybermobbing auf sozialen Netzwerken und der Abruf von für Jugendliche ungeeigneten Inhalten, wie beispielsweise Gewalt und Pornographie, genannt.

Das FMK sieht jedoch in den Verboten selbst den Grund für diese Problembereiche, welche durch Ignorieren keinesfalls gelöst, sondern verstärkt werden.

„147 Rat auf Draht“ kennt die Probleme von Kindern und Jugendlichen genau

Smartphones, Apps, Internet, Onlinespiele und soziale Netzwerke nehmen einen zentralen Platz in der Lebensgestaltung junger Menschen ein. Dieser Entwicklung versucht „147 Rat auf Draht“ Rechnung zu tragen, indem das Beratungs- und Kontaktangebot im Laufe der Jahre über die Online- und Chatberatung, eine eigene Homepage und die Präsenz auf Facebook ausgeweitet wurde.

Schwerpunkt Handy & Internet: Viertel aller 147-Anfragen zu Daten & Privatsphäre

Zusätzlich setzt „147 Rat auf Draht“ im Beratungsangebot auch einen Schwerpunkt auf Themen, Probleme und Fragen, die mit dem Lebensbereich „Handy & Internet“ verbunden sind. Seit zwei Jahren häufen sich bei „147 Rat auf Draht“ auch Anfragen zur sogenannten „Sex-Scam-Falle“, im Englischen auch Sextortion genannt. An erster Stelle in der Anfragestatistik stehen aber die Themen Privatsphäre und Datenschutz (22 % aller Anfragen), Stalking (19%) und Internet-Abzocke (13%).

FMK fordert bessere Einbeziehung von Smartphones und Tablets in den Unterricht

Die mit der Nutzung von Smartphones verbundene Verantwortung stellt Kinder und Jugendliche vor große Herausforderungen. Der richtige Umgang mit den neuen Medien muss deshalb in der Schule diskutiert und gelehrt, statt verboten werden.

Das FMK fordert deshalb, dass Smartphones und Tablets auch aktiv in den Unterricht miteinbezogen werden, um die SchülerInnen mit den modernen Medien vertraut zu machen.

FMK stellt Unterrichtsmaterial zum Thema Smartphones und digitale Medien vor

In der Arbeitswelt ist ein sicherer Umgang mit modernen Kommunikationsmedien die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. Genau darauf soll die Bildung unsere Jugend vorbereiten. Smartphone und Co müssen daher aktiv in den Unterricht mit einbezogen werden.

Das sehr umfangreiche FMK-Unterrichtsmaterial soll Schülerinnen und Schüler zu informierten Nutzern des Mobilfunks machen. Die sechs Materialpakete, eines davon bilingual, sind für den Einsatz im interdisziplinären Unterricht konzipiert und ermöglichen eine kritische Auseinandersetzung mit den neuen digitalen Medien.

Alle Module sind ohne Registrierung unter www.lehrer.at/handy abrufbar

Neu: Kurzmodul „Mobile Generation“ als Einstieg in die „Disziplin“ Mobilfunk-Nutzung in nur zwei Unterrichtseinheiten

Um den Einstieg für SchülerInnen und vor allem LehrerInnen zu erleichtern, bietet das FMK nun auch das Modul „Mobile Generation“ an, das für den Einsatz in nur zwei Unterrichtseinheiten geeignet ist.

Die SchülerInnen erfahren interessante Fakten rund um Mobilfunkverbreitung und Handynutzung in Österreich, setzen sich mit ihrem eigenen Handynutzungsverhalten – und damit auch mit dem Umgang mit sensiblen Daten und Informationen –  auseinander. Weiters lernen sie die wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung des Mobilfunks kennen und werden sich der Auswirkungen bewusst, welche die Entwicklung und flächendeckende Ausbreitung des Mobilfunks für die verschiedenen Lebensbereiche mit sich gebracht hat.

Konkrete Tips für mehr Sicherheit im Umgang mit dem Smartphone runden das Modul ab.

147 Rat auf Draht und FMK veranstalten 2016 Schul-Workshop „Smart & Safe“

Nach positivem Abschluss des Onlinetests haben die SchülerInnen die Möglichkeit, ihre Schule und die betreuende Lehrkraft anzugeben und damit an der Verlosung des Schul-Workshops „Smart & Safe“ zum Thema „soziale Netzwerke & sichere Nutzung des Smartphones“ teilzunehmen. Der  Modell-Workshop wird 2016 in einer österreichischen Schule abgehalten.

Gregor Wagner

Pressesprecher
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