Was bedeutet die SAR eines Mobiltelefons?

Was bedeutet SAR?
Die Spezifische Absorptionsrate (SAR) gibt an, wie viel elektromagnetische Energie (von Funkwellen) im Körper aufgenommen wird. Der SAR-Wert wird in Watt pro Kilogramm Körpermasse (W/kg) gemessen.

Welcher SAR-Grenzwert für Mobiltelefone gilt?
In Österreich gilt für Mobiltelefone der SAR-Grenzwert von 2 Watt/kg (Teilkörpergrenzwert). Dieser wird auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und vom Rat der Europäischen Union empfohlen.

Der SAR-Grenzwert (auch Basisgrenzwert genannt) für das Mobiltelefon gewährleistet, dass auch die örtliche Temperaturerhöhung beim Mobiltelefonieren in Teilen des Körpers geringer als 0,1 °C ist. Das entspricht ungefähr der Körpererwärmung beim Wandern oder Rad fahren.
Wie schützt mich der SAR-Grenzwert?
Der Grenzwert für die spezifische Absorptionsrate (SAR) wurde auf Grundlage der so genannten biologischen Wirkungsschwelle ermittelt, unterhalb der keine gesundheitlichen Folgen nachgewiesen wurden, und berücksichtigt alle bekannten thermischen und nicht-thermischen Effekte.

Wie ist der SAR-Wert meines Mobiltelefons?
Niedrige SAR-Werte bedeuten nicht mehr Sicherheit beim Telefonieren. Alle im Handel erhältlichen Mobiltelefone erfüllen die selben EU-Sicherheitsrichtlinien. Den SAR-Wert des jeweiligen Mobiltelefons erfahren Sie neben der hier angeführten Liste auch aus der Gebrauchsanleitung und/oder auf der Website des Herstellers.

Wie ist der SAR-Wert in der Praxis?
Der tatsächliche SAR-Wert beim Telefonieren hängt von der Verbindungsqualität ab und liegt üblicherweise weit darunter. Je näher das Mobiltelefon bei einer Mobilfunkanlage ist, desto geringer ist die benötigte Sendeleistung und somit der SAR-Wert.

Wie wird der SAR-Wert ermittelt?
Das SAR-Messverfahren für Mobiltelefone wurde 2001 im Rahmen der CENELEC (europäisches Komitee für elektrotechnische Standardisierung) genormt. Mit Hilfe des SAR-Messverfahrens wird überprüft, ob die Mobiltelefone den zulässigen Grenzwert (2 Watt/kg) einhalten. Die Vorgaben sind in der Europäischen Norm EN 50361 festgelegt. Das Messsystem besteht aus einer 2 Millimeter starken Kunststoffschale in Form eines Kopfes, die mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt ist. Mit dieser Flüssigkeit können die elektromagnetischen Eigenschaften des Kopfgewebes simuliert werden. An das "Ohr" dieses Schalenkopfes wird das zu prüfende Mobiltelefon angelegt, das dann mit maximal möglicher Leistung sendet. Eine Messsonde innerhalb des Schalenkopfes ermittelt dann die Verteilung der SAR in der Flüssigkeit. Aus dieser Verteilung werden die maximalen, über 10 Gramm Gewebe gemittelten SAR-Werte berechnet und mit dem Grenzwert verglichen.