Am Donnerstag, 27.1.2011 fand vor rund 150 Gästen in der „wolke19“ im Wiener Ares-Tower die FMK-Podiumsdiskussion „Mobile Gesellschaft – Mobilfunk 2015+“ mit angeschlossener
LeistungDie maximale Leistung eines GSM-Handys für das 900 MHz-Frequenzband beträgt 2W, die Durchschnittsleistung 0,25 W. Handys im 1.800 MHz-Band kommen mit den halben Sendeleistungen aus. Basisstationen werden bei GSM 900 mit 10 bis 15 W pro Funkkanal betrieben; die Summe der effektiven Strahlungsleistung liegt typischerweise bei etwa 230 W. Bei GSM 1.800 beträgt die maximale Ausgangsleistung einer Antennenstation 20 W.sschau der Mobilfunkbranche statt. Den Themenrahmen dazu gaben die beiden Impulsreferate, gehalten von Ursula Maier-Rabler, ICT&S Center und Institut für Kommunikationswissenschaft, Universität Salzburg und Norbert Hillinger, Leiter des TrendONE-Büros in Berlin.
Es diskutierten
Hannes Ametsreiter,Generaldirektor A1 Telekom Austria
, Karin Hakl, Sprecherin für Innovation und Telekommunikation der ÖVP
, Rüdiger Köster, CTO T-Mobile Austria GmbH, seit 1.1.2011 Präsident des FMK
, Michael Krammer,CEO Orange und bis 2010 Präsident des FMK
, August Reschreiter, Kabinettchef der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie
, Georg Serentschy, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Telekommunikation und Post, und Jan Trionow, CEO Hutchison 3G Austria, moderiert von Gertraud Leimüller, geschäftsführende Gesellschafterin der Innovationsberatung winnovation consulting.
Norbert Hillinger gab in seinem Impulsreferat einen Ausblick auf die mobile Gesellschaft der kommenden Jahre und begrüßte die Anwesenden im, wie er es nannte, „Outernet“. Ursula Maier-Rabler, stellte in Ihrer Präsentation die aktuellen Herausforderungen und Chancen für Politik und Wirtschaft dar, die an den Berührungspunkten zwischen traditioneller und digital vernetzter Organisation unserer Gesellschaft entstehen.
In der anschließenden Podiumsdiskussion mit reger Publikumsbeteiligung, meinte
Hannes Ametsreiter: „Weltweit werden die digitalen Daten in den nächsten 10 Jahren um das 50-fache steigen. Damit unsere Kunden uneingeschränkt an einer total vernetzten Gesellschaft partizipieren können, werden wir enorme Investitionen tätigen und neue Technologien implementieren. Die Qualität der IKT Infrastruktur wird immer mehr zu einem Qualitätsmerkmal eines gesamten Standortes.“
Karin Hakl: „Das Jahr 2011 ist für die Entwicklung Österreichs ein Schlüsseljahr. Heuer wird sich entscheiden, wie wir in den nächsten Jahren international aufgestellt sind, etwa mit der Erreichung der EU-Vorgabe, bis 2013 mindestens 50 % der Bevölkerung mit 30 Mbit-Breitband zu versorgen. Dabei wird 2012 die digitale Dividende eine wichtige Rolle spielen.“
Rüdiger Köster: "Die außergewöhnliche Investitionsbereitschaft österreichischer Mobilfunkbetreiber hat dazu geführt, dass Österreich EU-weit Nummer 1 im mobilen Surfen ist. Ich sehe das als Beweis dafür, dass wir uns für die Zukunft mit einer neuen Technologie, also mit
LTELTE steht für „Long Time Evolution“. LTE wird auch als 4G (vierte Generation) bezeichnet. Die LTE-Technologie ist ein Datenübertragungsstandard für mobiles Breitband mit einer Geschwindigkeit von bis zu 173 Mbit/s. oder 4G rüsten müssen. Ausschlaggebend für den Erfolg von 4G für die Österreicherinnen und Österreicher, aber auch für die Unternehmen, sind die richtigen Rahmenbedingungen – und hier meine ich hauptsächlich die Frequenzsituation."
Michael Krammer: „Die österreichischen Mobilfunkbetreiber nehmen nicht nur technologisch eine internationale Vorreiterrolle ein, sondern sind auch führend, was ihre Leistungen für die Kunden betrifft Mobilfunk gibt es in Österreich einem sehr attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Die österreichischen
HandyVerbreitete Bezeichnung für das Mobiltelefongerät (Handset).nutzer bekommen im internationalen Vergleich sehr viel Leistung für wenig Geld. Mit einer durchschnittlichen Monatsrechnung von rund 20 Euro ist Mobilkommunikation für Herrn und Frau Österreicher kein Luxus mehr, sondern ein Grundbedürfnis"
August Reschreiter: „Um unser Land auf die Digitale Zukunft vorzubereiten und die rasante Weiterentwicklung der Gesellschaft zu einer modernen Wissensgesellschaft zu unterstützen, ist es Aufgabe der Politik, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Infrastrukturausbau fördern und Investitionssicherheit bieten und um für alle Bevölkerungsgruppen – auch im ländlichen Raum - den Zugang zu den modernen Kommunikationsnetzen sicherzustellen.“
Georg Serentschy: „Dass heute mobile Kommunikation und mobiles Breitband für jeden Österreicher leistbar ist, liegt nicht nur am Wettbewerb sondern auch an der Innovationskraft der Mobilfunkbranche. Nun steht sie jedoch vor dramatischen Veränderungen in den Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodellen. Die „Googles“ und „Apples“ dieser Welt treten zunehmend in den Mobilfunk-Wettbewerb ein und konkurrenzieren um den attraktiven Teil des Kuchens. Ich empfehle den Mobilfunkern, sich jetzt schon auf den Fall der
Roaming(Wörtlich: "herumstreunen".) Grenzüberschreitendes Telefonieren im GSM-Netz, wobei man auch im Ausland unter seiner Telefonnummer erreichbar ist. Voraussetzung für mobile Kommunikation in einem fremden (ausländischen) Netz ist ein Roaming-Abkommen zwischen dem Netzbetreiber, bei dem man Kunde ist, und mindestens einem Partner im jeweiligen Staat.
Wenn man ins Ausland reist, wechselt das Handy automatisch in das GSM-Netzwerk des Fremdnetzbetreibers. Besteht mehr als ein Netzwerk, kann man das Telefon entweder so einstellen, dass es automatisch das Netzwerk mit dem besten Signal sucht oder menügesteuert anweisen, ein bestimmtes Mobilfunknetz auszuwählen.
Im Ausland ist man unter der normalen Handy-Nummer (ohne Auslands-Vorwahl) erreichbar; ein Anrufer muss also nicht wissen, dass sich sein Gesprächspartner im Ausland aufhält. Umgekehrt muss man jedoch, wenn man aus dem Ausland daheim anrufen will, die Landeskennzahl vorwählen.
Für ankommende Anrufe müssen beide - der Anrufer und der Angerufene im Ausland - eine Gesprächsgebühr zahlen. Für abgehende Anrufe wird zu den Gebühren entsprechend den Tarifen im jeweiligen Land einem Roamingaufschlag verrechnet.
Die Möglichkeit für einen Netzbetreiber, im Inland in Regionen ohne eigener Abdeckung („Coverage“) das Netz eines Mitbewerbers zu nutzen, nennt man „national-Roaming“.gebühren einzustellen.“
Jan Trionow: „Wir sehen die größten Trends bei der steigenden Beliebtheit von Smartphones. Heute gibt es schon sehr günstige und leistungsstarke Geräte, neuartige Entwicklungen wie Tablett PCs werden den Markt noch zusätzlich beleben. Die Pro-Kopf-Anzahl der so genannten connected devices wird sich in Zukunft signifikant erhöhen. Darüber hinaus wird das mobile Breitband mit den neuen technologischen Weiterentwicklungen auch in Zukunft in vielen Bereichen ein vollwertiger Ersatz für Festnetz-Internet sein.“
Einig waren sich alle Diskutanten, dass Österreich als rohstoffarmes Land, seine wirtschaftliche Top-Position vor allem mit dem entsprechendem Ausbau des „Wirtschaftsmotors IKT-Infrastruktur“, zur weiteren Attraktivierung für Betriebsansiedelungen, in Zukunft sicherstellen sollte.