„Smartphones generieren 50 mal mehr Datenverkehr als HandyVerbreitete Bezeichnung für das Mobiltelefongerät (Handset).s und Laptops 25 mal mehr als Smartphones. Wir rechnen damit, dass sich das Datenvolumen bis 2015 versiebenfachen wird“, so Dr. Hannes Ametsreiter, Präsident des FMK. „Deshalb,“ Ametsreiter weiter, „wird von der österreichischen Mobilfunkindustrie der Ausbau der vierten Mobilfunk-Generation LTELTE steht für „Long Time Evolution“. LTE wird auch als 4G (vierte Generation) bezeichnet. Die LTE-Technologie ist ein Datenübertragungsstandard für mobiles Breitband mit einer Geschwindigkeit von bis zu 173 Mbit/s. (Long Term Evolution) vorangetrieben“.
Ametsreiter: Mobile Vision Austria – Digitale Dividende II unverzichtbar
Mit LTE werden in Zukunft mobile Business-Anwendungen in ausgezeichneter Qualität möglich sein, wie etwa Cloud-Anwendungen, die mobiles Arbeiten wesentlich verbessern. Auch Backup-Lösungen werden mit LTE mobil. Im privaten Bereich werden 3D simulierende Anwendungen (Augmented Reality) den Ton angeben. Machine-to-machine-Anwendungen, wie beispielsweise für Verkehrsleitsysteme, Sicherheitssysteme und „Smart Homes“ werden dazu beitragen, dass die SIMChipkarte mit Daten der Benutzerberechtigung. Durch das Einsetzen der SIM-Karte wird das Mobiltelefon aktiviert: Der Anwender erhält seine Rufnummer und die Netzzugriffsberechtigung.
Die SIM Karte identifiziert den Handy-Benutzer gegenüber dem Netzwerk als berechtigten Teilnehmer. Der in die Karte integrierte Chip wird auch zur Speicherung anderer Informationen verwendet, zum Beispiel Namen und Telefonnummern häufiger Gesprächspartner, ankommende SMS-Nachrichten usw.
SIM-Karten hatten zunächst Scheckkarten-Format, die heutigen "Plug-in"- Karten sind kaum größer als ein Daumennagel. Sie werden aus der größeren Karte vor ihrer Verwendung herausgedrückt.-Karten-Durchdringung auf 300% bis 400% steigt.
„Die Vergabe der Digitalen Dividende II“, so Ametsreiter, „wird deshalb schon in naher Zukunft notwendig, um den wachsenden Anforderungen an mobiler Breitbandversorgung gerecht zu werden.“ Die Digitale Dividende II ist der Frequenzbereich unter 800 MHz.
Mobilfunk in Österreich: 153 % Marktdurchdringung
Mit einer Marktdurchdringung von 153 % oder 12,9 Mio. SIM-Karten erlebte Österreich auch 2011 die Fortführung des ungebrochenen Mobilfunk-Booms. „Viele nutzen ein Firmenhandy und besitzen auch ein privates Handy. Auch wächst der Bereich M2M (machine to machine)-Kommunikation, Autos werden mit Mobilfunkzugängen ausgestattet, Alarmanlagen sind via Mobilfunk mit Hausbesitzern verbunden.“ begründete Dr. Lothar Roitner, Vizepräsident des Forum Mobilkommunikation, den hohen SIM-Kartenanteil.
Fast 3 Millionen Internetzugänge sind heute schon mobil
2011 nutzten schon rund 3 Mio. Kunden die mobilen Breitbanddienste der Mobilfunkbetreiber (2010: 1,7 Mio) Das entspricht einer Steigerung um rund 74%.
30.000 Beschäftigte in der Mobilfunkindustrie
Rund 14.300 Mitarbeiter werden direkt von der Mobilfunkindustrie beschäftigt. Nachgelagert werden so die Arbeitsplätze von rund 30.000 ÖsterreicherInnen gesichert.
Roitner: Mobilfunk ist DIE Inflationsbremse Österreichs – minus 55% seit 2006
2011 wurden insgesamt von A1 Telekom Austria, Hutchison 3G Austria, Orange Austria und T-Mobile Austria EUR 4,535 Mrd. umgesetzt. Das gesamte EBITDA betrug EUR 1,428 Mrd. Damit sind die Umsätze gegenüber dem Vorjahr 2011 um 9,31% und das gesamte EBTDA um 4,80% zurückgegangen. Roitner dazu: „Der Umsatz aller Mobilfunkbetreiber sinkt, obwohl sich die Qualität der Dienstleistungen kontinuierlich verbessert und die angebotenen TarifMonatlicher Betrag, den der Mobilfunker für Grundgebühr, Airtime und in Anspruch genommene Dienste zahlen muss. Netzbetreiber bieten heute ein Tarifspektrum an, das optimal auf unterschiedliches Telefonierverhalten abgestimmte ist.pakete mehr Freieinheiten inkludieren als noch vor einem Jahr. Dies beweist auch der Telekomindex für Mobilfunk der RTR: Seit 2006 ist er nämlich um 55% gefallen. Mobilfunk ist damit die Inflationsbremse Österreichs.“
Österreich ist günstigstes Mobilfunkland
Diese Entwicklung“, so Mag. Margit Kropik, GF des FMK, „wirkt sich auch auf den internationalen Vergleich aus. Der EU 15 OECD-Warenkorb beweist: Österreich ist das günstigste Mobilfunkland.“
Kropik: Reiseflughöhe beim Telefonieren erreicht – SMSShort Message Service. Erlaubt den mobilen Versand und Empfang von Kurzmitteilungen bis zu maximal 160 Zeichen. Die Texteingabe ist über die Tastatur jedes Mobiltelefons möglich. Alle Kurzmitteilungen (SMS) werden durch das GSM-Netz zuerst in die Kurzmitteilungszentrale (SMSC) übertragen und von dort an den Empfänger zugestellt. Die SMS erlebt - entgegen allen ursprünglichen Erwartungen - einen gewaltigen Boom. Allein im Dezember 2001 wurden weltweit 30 Mrd. SMS- Nachrichten versendet. im kräftigen Plus
Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Anzahl der verbrauchten Gesprächsminuten mit einem Plus von 0,96% nur noch gering verändert. Österreichs Konsumenten telefonierten rund 22,2 Mrd. Minuten (gegenüber 2010: 22,0 Mrd.). Kropik dazu „Wir haben unsere Reiseflughöhe betreffend des Minutenvolumens erreicht. Die Anzahl der versendeten SMS entwickelt sich hingegen ungebrochen um fast 13% weiter: 2011 wurden 7,2 Mrd. SMS versendet.“
Übertragenes Datenvolumen: über 43 Millionen GB
2011 ist das übertragene Datenvolumen um plus 74,9% auf 43,54 Mio. GB angewachsen. Würde man diese Daten-Menge auf DVDs speichern, ergäbe das einen rund 4.000 m hohen Disk-Stapel.
Notrufstatistik: Täglich 4.500 Notrufe via Euro-Notruf 112
2011 wurden rund 1,6 Mio. Notrufe via Euro-Notruf 112 über das Mobilfunknetz abgesetzt. An zweiter Stelle Polizei (133) mit rund 950.000, an dritter Stelle Rettung (144) mit rund 880.000 und an vierter Stelle der Ärztenotdienst (141) mit 708.000 Notrufen. Die Feuerwehr (122) wurde 267.000 mal und die Bergrettung (140) 117.000 mal via Handy gerufen.
Wiedenhofer: Smartphone-Hype beeinflusst Nutzungsverhalten
Anlässlich der PK wurde auch die aktuelle Mobilfunk-Studie „Handy-Nutzung“ von Mag. Georg Wiedenhofer , Geschäftsführer Österreichisches Gallup Institut, präsentiert. Gleich vorweg: On the Top der Handy-Nutzung stehen bei den ÖsterreicherInnen das Kontakthalten zu Freunden und Familie sowie die Möglichkeit, jederzeit Hilfe rufen zu können. Darauf folgen „Unterhaltung“ und „berufliche Nutzung“.
„Natürlich werden auch moderne Smartphones in erster Linie zum Telefonieren und Versenden von SMS genutzt“, erläutert Wiedenhofer die Umfrageergebnisse, „deutliche Steigerungsraten bei der Nutzung von Anwendungen, die ausschließlich Smartphones ermöglichen, seien aber zu beobachten: Fotografieren, Surfen im Internet, Social Media und natürlich die Nutzung von sinnvollen Apps erfreuen sich starker Zuwachsraten!“
ÖsterreicherInnen befürworten Handys für Kinder ab rund 10 Jahren
„Während noch in den Jahren 2009 und 2010 weniger als die Hälfte der Befragten es für sinnvoll hielten, dass auch Kinder ein Handy besitzen, sind die Befürworter heute in der Mehrzahl: 53 % der ÖsterreicherInnen sagen klar, dass Kinder im Alter von knapp über 10 Jahren (gemittelter Wert aus den Umfrageergebnissen, Anm.) ein Handy haben sollten“, so Wiedenhofer in seiner Analyse. Das ist aber weniger als im Vorjahr, auch sei das Alter wieder angestiegen. Das liege vor allem am stark gewachsenen Smartphone-Anteil. Smartphones, so Wiedenhofer, stellen höhere Anforderungen an das Verantwortungsbewusstsein seiner Nutzer. Diese seien mit einem Alter von erst rund 10 Jahren erfüllt.