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Fragen und Antworten
  • Beeinträchtigen Mobiltelefone die Gesundheit?
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) gehen auch nach der aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisslage davon aus, dass die elektromagnetischen Felder von Mobiltelefonen bei Einhaltung der empfohlenen Grenzwerte keine gesundheitlichen Auswirkungen haben.

    Die Grenzwerte berücksichtigen auch den theoretischen Fall, dass Mobiltelefon-Nutzer an sieben Tagen pro Woche jeweils 24 Stunden mobil telefonieren – doch selbst in diesem extremen Fall ist keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten.
  • Wie lange darf man mit einem Mobiltelefon telefonieren?
    Das in Österreich verbindlich geltenden Grenzwerteschutzkonzept berücksichtigt auch die theoretische Möglichkeit, dass Mobiltelefonnutzer an sieben Tagen pro Woche jeweils 24 Stunden mobil telefonieren – doch selbst in diesem extremen Fall ist keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten. Der Grenzwert für Mobiltelefone beträgt 2 Watt/kg (Spezifische Absorbtionsrate - SAR). Alle in Österreich erhältlichen Mobiltelefone unterschreiten diesen Grenzwert. Jedes Handymodell hat einen unterschiedlichen maximalen SAR-Wert, der beim Telefonieren aber nur selten erreicht wird. Auskunft über die SAR-Wert eines Handys gibt die SAR-Datenbank des FMK.

    In Österreich gelten die international anerkannten Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Europäischen Union (EU), die einen 50fachen Sicherheitsfaktor enthalten und den vorsorgenden Gesundheitsschutz der Bevölkerung gewährleisten. Die Gültigkeit dieses Schutzkonzepts hat auch der Nationalrat am 31. Jänner 2002 nach mehr als zweijähriger Befassung mit dem Thema „Grenzwerte für Mobilfunk“ klar bestätigt.
  • Dürfen Kinder Mobiltelefone benutzen?
    In Österreich gelten für elektromagnetische Felder wie sie auch im Mobilfunk verwendet werden, die international anerkannten Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Europäischen Union (EU), die einen 50fachen Sicherheitsfaktor enthalten und den vorsorgenden Gesundheitsschutz der Bevölkerung gewährleisten. Nach Aussage der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (ICNIRP) garantiert dieser Sicherheitsfaktor von 50 den Gesundheitsschutz auch für empfindliche Personengruppen wie Kranke, Kinder, Schwangere und ältere Menschen. Das bedeutet, dass auch Kinder ausreichend geschützt sind. Handys gehören aber erst dann in die Hände von Kindern, wenn ein verantwortungsvoller Umgang damit sichergestellt ist. Das sollten Eltern mit ihren Kindern besprechen und regeln.
  • Ist mobil telefonieren im Auto gesundheitlich bedenklich?
    Autokarosserien können teilweise die elektromagnetischen Felder, wie sie im Mobilfunk verwendet werden, abschirmen. Das Mobiltelefon muss deshalb seine Sendeleistung nachregeln. Da die Sendeleistung von Mobiltelefonen aber maximal 2 Watt beträgt und auch in diesem Fall der Grenzwert von 2 Watt/kg eingehalten wird, ist das mobile Telefonieren im Auto genauso sicher wie außerhalb. Eine Außenantenne beim Auto (bei neuen Fahrzeugen oft als Option erhältlich) verbessert die Empfangsqualität und senkt die elektromagntetischen Felder im Fahrzeuginneren. Die Grenzwerte werden auch dann eingehalten, wenn viele Menschen auf engem Raum (wie z.B. in Autos, Bussen, Eisenbahnabteilen und Aufzügen) telefonieren.
  • Warum erwärmt sich ein Mobiltelefon beim Telefonieren?
    Die Erwärmung des Ohrs beim Telefonieren hat so gut wie nichts mit den im Mobilfunk verwendeten hochfrequenten elektromagnetischen Feldern zu tun. Wie bei jedem elektrische Gerät, das mit Batterie, Akku oder Netzstrom betrieben wird, wird auch beim Handy ein Teil dieser "Betriebsenergie" in Wärme umgewandelt und an die Umgebung abgegeben. Beim Telefonieren wird zusätzlich das Ohr mit dem Handy "abgedeckt", wodurch es zu einem Wärmestau kommt.

    In einem Artikel des FGF-Newsletters wird der Frage nachgegangen, wie es zur Erwärmung der Haut durch Handys konkret kommt.
  • Was bedeutet SAR?
    SAR ist die Abkürzung für die „spezifische Absorptionsrate“. Sie ist das Maß für die Aufnahme elektromagnetischer Energie, die in Körperwärme umgewandelt wird. Der SAR-Wert wird in Watt pro Kilogramm Körpermasse (Watt/kg) ausgedrückt. Der SAR-Grenzwert beim Telefonieren beträgt 2 Watt/kg. Das ist der sogenannte SAR-Teilkörpergrenzwert für die elektromagnetischen Felder, die beim Gebrauch des Mobiltelefons in der Höhe des Kopfes entstehen. Für Felder von Mobilfunkanlagen gilt der SAR-Ganzköpergrenzwert, dieser beträgt 0,08 Watt/kg und wird in die sogenannten Referenzwerte umgewandelt, die von der jeweiligen Frequenz abhängen.

    Diese Grenzwerte stellen sicher, dass die mögliche Temperaturerhöhung des ganzen Körpers in der Nähe von Mobilfunkanlagen unter 0,02 Grad liegt. Und auch die örtliche Temperaturerhöhung, die beim Gebrauch eines Mobiltelefons in Teilen des Körpers entsteht, ist geringer als 0,1 Grad.

    Alle in Österreich erhältlichen Mobiltelefone unterschreiten den SAR-Grenzwert von 2 Watt/kg. Jedes Handymodell hat einen unterschiedlichen maximalen SAR-Wert. Am täglichen Gebraucht wird dieser üblicherweise weit unterschritten, weil durch die automatische Sendeleistungsregelung nur die tatsächlich benötigte Sendeleistung eingesetzt wird. Nur wenn die Empfangsqualität schlecht ist (beispielsweise aufgrund eines großen Abstands zur Mobilfunkstation) muss das Handy mit höherer Sendeleistung arbeiten. Auskunft über den SAR-Wert eines Handys gibt die SAR-Datenbank des FMK.

    Auch für die Endgeräte nach dem neuen LTE-Standard gelten die Grenzwerte und Messvorschriften der einschlägigen europäischen Produktnormen. Die Einhaltung dieser Normen wird durch die CE-Kennzeichnung bestätigt. Die Einhaltung der Grenzwerte ist somit für jedes mobile Endgerät, das im europäischen Markt – somit auch in Österreich - vertrieben werden darf, sichergestellt.


  • Was sind so genannte Spam-SMS?
    Spam-SMS sind unerwünschte und rechtswidrige Werbebotschaften, die per SMS (Textnachrichten) in großer Zahl an Mobilfunknutzer geschickt werden. Häufig sind so genannte "Flirt-SMS" in denen man aufgefordert wird, eine kostenpflichtige 09xx-Nummer anzurufen. In anderen Fällen wollen SMS glauben machen, dass man etwas gewonnen hat, und wird ebenfalls aufgefordert, eine 09xx-Nummer anzurufen. Vereinzelt sind auch Ketten-SMS im Umlauf, in denen bei Weiterleitung der Nachricht Geldbeträge versprochen werden.

    Bei all diesen SMS handelt es sich um eine missbräuchliche und illegale Verwendung der Mobilfunknetze. Und es ist selbstverständlich, dass die Netzbetreiber Spam-SMS weder selbst verschicken noch für solche Aktivitäten die Nummern ihrer Kunden weitergeben. Die Textnachrichten werden meist auf Verdacht und nach dem Zufallsprinzip an computererzeugte Rufnummernblöcke gesendet bzw. an Nummern, die aus öffentlichen Quellen und Internetplattformen stammen, in denen Mobiltelefonummern registriert sind.
  • Was kann man gegen so genannte Spam-SMS tun?

    Trotz der Bemühungen der Mobilfunkbetreiber, mit technischen und juristischen Mitteln gegen Spam SMS vorzugehen, ist es ein äußerst schwieriges und langwieriges Unterfangen, solche unerwünschten SMS lückenlos zu unterbinden, das diese häufig via Internet aus dem Ausland nach Österreich gelangen und die Absender kaum zu identifizieren sind. Was kann man also tun, wenn man eine Spam SMS erhält? Zuerst: Der Empfang einer solchen Nachricht kostet nichts. Kostenpflichtig und teuer ist hingegen der Rückruf bei einer der angegebenen Mehrwertnummern. Jedenfalls ist es empfehlenswert, diese SMS einfach zu ignorieren und zu löschen.

    Eine Möglichkeit, sich gegen diese Art von SMS zu wehren, ist eine Anzeige bei der Fernmeldebehörde bzw. bei den Fernmeldebüros mit Bekanntgabe von Inhalt, Empfangszeit und Nummer des Absenders der unerwünschten SMS. Je schneller und vollständiger diese Informationen bekannt sind, desto rascher können auch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Darüber hinaus besteht bei allen Mobilfunkbetreibern die Möglichkeit, Anrufe bei 09xx-Nummern sperren zu lassen.

  • Warum dürfen in Flugzeugen und zum Teil auch in Krankenhäusern Mobiltelefone nicht eingeschaltet sein?
    Normalerweise beeinflussen Mobiltelefone auch die hochsensiblen Geräte in Flugzeugen und Krankenhäusern nicht. Um aber alle technischen Probleme z.B. durch defekte oder nicht der Norm entsprechende Geräte von vornherein auszuschließen, sind eingeschaltete Mobiltelefone in Flugzeugen und zum Teil auch in Krankenhäusern nicht erlaubt.

    In Österreich gibt es in Krankenhäusern kein generelles Verbot von Mobiltelefonen, ausgenommen sind technisch sensible Bereiche wie Intensivstationen mit lebenserhaltenden Systemen. In vielen Krankenhäusern ist eine hochwertige Indoor-Versorgung mit Mobilfunk sogar ausdrücklich gewünscht, nicht nur um die interne Kommunikation der MitarbeiterInnen zu vereinfachen, sondern auch um die elektromagnetische Beeinflussung von elektronischen Geräten zu minimieren. Denn je näher das Mobiltelefon bei einer Mobilfunkanlage ist, desto geringer ist seine Sendeleistung (durch die bessere Empfangsqualität) und umso länger hält sein Akku. Nur Mobilfunkanlagen in der Nähe der Mobilfunknutzer gewährleisten im Rahmen dieser Zweiwegkommunikation ein „flüsterndes System“, in dem die Sendeleistung minimiert ist.

  • Was versteht man unter "Handystrahlung"?
    Mit Handy-Strahlung sind allgemein jene elektromagnischen Felder gemeint, die von Handys und von Mobilfunkstationen ausgestrahlt werden.
    Sowohl für die Ausstrahlung von Mobilfunkstationen als auch für die von Handys gelten strenge, von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Grenzwerte, die in allen Fällen unterschritten werden.

    Der Grenzwert für Handys ist mit dem sogenannten SAR-Wert von maximal 2 Watt pro Kilogramm festgelegt, die Grenzwerte für Mobilfunkstationen sind abhängig von der Sendefrequenz und werden in Watt pro Quadratmeter angegeben.
  • Worauf müssen Träger von Herzschrittmachern, anderen Implantaten und Hörgeräten beim Mobiltelefonieren achten?
    Die überwiegende Mehrzahl der Herzschrittmacher ist gegenüber Mobiltelefonen störfest. Nur wenige Herzschrittmacher-Modelle (vor allem älterer Bauart) sind für Beeinflussungen durch elektromagnetische Felder von Mobiltelefonen anfällig. Träger von Herzschrittmachern oder anderer medizinischer Implantate sollten beim Hersteller sicherheitshalber bezüglich der Störfestigkeit ihres Gerätes nachfragen. Falls eine Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen werden kann, empfiehlt es sich nach gegenwärtigem Kenntnisstand, einen Abstand von 25 Zentimetern zwischen dem Implantat und dem eingeschalteten Endgerät einzuhalten. Bei Einhaltung dieser Regeln können auch Träger von Schrittmachern und Implantaten mobil telefonieren.

    Für Endgeräte nach dem LTE-Standard gelten die gleichen Sicherheitsempfehlungen wie für die vorhandenen Mobilfunktechnologien (GSM und UMTS). Die Sendeleistungen von Mobilfunkanlagen sind bereits in einer Entfernung von wenigen Metern so gering, dass die Funktion von Herzschrittmachern nicht beeinflusst werden kann.

    Moderne Hörgeräte sind gegen elektromagnetische Felder meist gut abgeschirmt. Viele Hersteller von Mobiltelefonen bieten bereits spezielles Zubehör für HörgeräteträgerInnen an.

    Nähere Informationen erhalten Sie beim Servicetelefon Österreichischer Herzfonds unter +43 1 408 95 66.
  • Was bringt eine neue Mobilfunktechnologie für die Nutzer?
    Die Funktechnik der nächsten Generation "LTE" (Long Term Evolution) ist gegenüber GSM und UMTS wesentlich leistungs­fähiger. Mobile Internetzugänge werden mittels LTE mit Geschwindigkeiten bis über 100 Mbit/s deutlich schneller sein als heute.

    Die typischen Einsatzbereiche der neuen Mobilfunktechnologie werden denen heutiger Mobilfunknutzung ähneln: Telefonie mit dem Telefon am Ohr oder mit Headset sowie Datenübertragung mit vom Körper abgesetzten Geräten wie z. B. USB-Sticks am PC oder Laptop. Zudem ist die Nutzung von Smartphones und Handys als mobile Computer oder mobile Fernsehgeräte denkbar, vergleichbar mit der Video-Telefonie. Darüber hinaus werden sich möglicherweise neue Dienste und Nutzungsszenarien entwickeln, die bislang noch unbekannt bzw. weniger genutzt sind (z. B. die machine2machine-Kommunikation ohne unmittelbare Bedienung durch einen Menschen). Welche Geräte und Nutzungsszenarien sich entwickeln werden, hängt wesentlich von der Marktakzeptanz der Dienste ab, die auf Basis der eingesetzten Funktechnologie entwickelt werden. LTE ist besonders für die stationäre und mobile Internetnutzung geeignet, so dass insbesondere die bekannten Nutzungsszenarien über bisherige Internet-Breitband-Anbindungen (PC, Laptop, Netbook, Handheld über UMTS, WLAN, DSL) in Frage kommen.


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