SAR ist die Abkürzung für die „spezifische Absorptionsrate“. Sie ist das Maß für die Aufnahme elektromagnetischer Energie, die in Körperwärme umgewandelt wird. Der SAR-Wert wird in Watt pro Kilogramm Körpermasse (Watt/kg) ausgedrückt. Der SAR-Grenzwert beim Telefonieren beträgt 2 Watt/kg. Das ist der sogenannte SAR-Teilkörpergrenzwert für die elektromagnetischen Felder, die beim Gebrauch des Mobiltelefons in der Höhe des Kopfes entstehen. Für Felder von Mobilfunkanlagen gilt der SAR-Ganzköpergrenzwert, dieser beträgt 0,08 Watt/kg und wird in die sogenannten Referenzwerte umgewandelt, die von der jeweiligen Frequenz abhängen.
Diese Grenzwerte stellen sicher, dass die mögliche Temperaturerhöhung des ganzen Körpers in der Nähe von Mobilfunkanlagen unter 0,02 Grad liegt. Und auch die örtliche Temperaturerhöhung, die beim Gebrauch eines Mobiltelefons in Teilen des Körpers entsteht, ist geringer als 0,1 Grad.
Alle in Österreich erhältlichen Mobiltelefone unterschreiten den SAR-Grenzwert von 2 Watt/kg. Jedes Handymodell hat einen unterschiedlichen maximalen SAR-Wert. Am täglichen Gebraucht wird dieser üblicherweise weit unterschritten, weil durch die automatische Sendeleistungsregelung nur die tatsächlich benötigte Sendeleistung eingesetzt wird. Nur wenn die Empfangsqualität schlecht ist (beispielsweise aufgrund eines großen Abstands zur Mobilfunkstation) muss das Handy mit höherer Sendeleistung arbeiten. Auskunft über den SAR-Wert eines Handys gibt die
SAR-Datenbank des FMK.
Auch für die Endgeräte nach dem neuen LTE-Standard gelten die Grenzwerte und Messvorschriften der einschlägigen europäischen Produktnormen. Die Einhaltung dieser Normen wird durch die CE-Kennzeichnung bestätigt. Die Einhaltung der Grenzwerte ist somit für jedes mobile Endgerät, das im europäischen Markt – somit auch in Österreich - vertrieben werden darf, sichergestellt.